Social Media

Ich war krank. Das wäre an sich noch kein Grund dies ins Internet hinauszuposaunen, weil niemanden interessiert ob und wann ich krank war. Interessant wird es erst wenn ich sage, dass ich während meiner Krankenzeit das Internet ziemlich vernachlässigt habe.

Das ist ja auch verständlich, wenn es mir schlecht geht habe ich nicht noch Lust, ein paar hundert Artikel am Tag im Google Reader und ein Vielfaches davon an Tweets zu überfliegen. Als es mir jedoch besser ging habe ich mich interessant verhalten, was auch der Grund ist, warum ich diesen Artikel schreibe: Während ich meinen Newskonsum über den Reader wieder aufgenommen habe – ja, sogar große Teile der verpassten Nachrichten nachgelesen habe – mangelte es mir bislang völlig an Motivation in Twitter hineinzuschauen.

Hierfür kann es nun mehrere Gründe geben. Auf die gehe ich nun aber nicht näher ein. Wenn ich mir vorstelle jetzt Tweetdeck anzuwerfen und meine kostbare Aufmerksamkeit wieder auf die Unmengen an irrelevanten und unwichtigen Kurzmitteilungen zu verteilen gruselt es mich. Ich kann zwar nicht sagen, dass sich irgendwelche positiven Effekte eingestellt haben, das Gegenteil ist jedoch auch nicht der Fall. Ist Twitter damit eine „Nachrichten“-Quelle, die getrost ignoriert werden kann? Geht es nur mir so?

Ich glaube viel eher dass Twitter ein Phänomen der Gesellschaft ist. Die Vorstellen des Einzelnen wichtig zu sein und etwas wichtiges zu sagen zu haben ist die treibende Kraft hinter dem Dienst. Das ist ok, sollte aber nicht überbewertet werden. Es kann eben nicht jeder fundamentales Wissen beitragen; genauso wenig wie jeder in der Lage ist ein Auto zu reparieren oder die Statik einer Brücke zu berechnen. Das ist auch ok, allerdings stellt uns das vor ein Problem, wenn die Leute anfangen es zu glauben. Ich möchte mich selbst nicht davon ausschließen.

Eine kommende Gefahr die ich am Horizont schweben sehen kann ist der Information Overload. Wenn jeder meint Content produzieren zu können und zu müssen wird es schnell zu viel für jeden einzelnen Teilnehmer in der virtuellen Gesellschaftserweiterung des Internets.

In diesem Sinne bin ich Apple auch dankbar, mit dem iPad ein consume-only Gerät bereitzustellen, das von den Massen akzeptiert wird. Für mich selbst wäre ein solches Device nichts, aber ich habe auch kein Problem damit wie andere Leute.

Im Grunde gehören wir alle ja zur unwichtigen Masse. Lustig ist nur, dass diese aus sich selbst heraus entscheidet, was un-unwichtiger ist.

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